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Deutscher Kulturrat

Ein Leben als Fluchthelferin

vor 3 Monaten
© Hoffmann und Campe Verlag
„Annäherung“ an eine mutige junge Frau

Barbara Haack

Es ist ein Verdienst, diese beeindruckende Frau ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Vielen ist Lisa Fittko gar nicht, anderen vielleicht allein deshalb bekannt, weil sie Walter Benjamin 1940 über die Pyrenäen zur Flucht vor den Nazis verhalf. Große Aufmerksamkeit erlangte diese Flucht auch deshalb, weil Benjamin sich, in Spanien angekommen, das Leben nahm.

Eva Weissweiler schreibt in ihrem Vorwort, sie habe ihre Arbeit aufgrund der schwierigen Quellenlage nicht als „Biografie“ bezeichnet, sondern als „Annäherung“. Hier liegt auch das – erträgliche – Manko dieses Buches. Die Geschichte Lisa Fittkos weist viele Lücken auf, an manchen Stellen müssen Vermutungen Tatsachen ersetzen. Trotzdem ist es gut, dass Weissweiler ihre Idee, das Leben dieser mutigen jungen Frau nachzuvollziehen, realisiert hat.

Fittko, geboren in einem Ort namens Ungvar oder Uschhorod, der seit ihrem Geburtsjahr 1909 immer wieder Namen und nationale Zugehörigkeit wechselte, trat früh in die Kommunistische Partei ein und wurde zur wichtigen Widerstandskämpferin gegen das Nazi-Regime, schließlich zur wichtigsten Fluchthelferin auf der Route von Südfrankreich nach Spanien, damit zur Lebensretterin vieler verfolgter Exilanten. Sie wurde selbst früh zur Exilantin und Akteurin des kommunistischen Widerstands in verschiedenen europäischen Ländern. Das Verdienst des Buches ist es, dieser Frau ein Denkmal zu setzen. Darüber hinaus zeichnet die Autorin das – in vielen Punkten exemplarische – Bild eines Lebens in Flucht, Exil und Widerstand in der Zeit vor und während der Diktatur der Nationalsozialisten. Auch deshalb ist es lesenswert.

 

 


Eva Weissweiler. Lisa Fittko. Biographie einer Fluchthelferin. Hamburg 2024.
Dieser Text ist zuerst erschienen in Politik & Kultur 09/24.

 

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