MENTORING

Das Mentoring-Programm des Deutschen Kulturrates

Mentoring

Das Mentoring-Programm richtet sich an hochqualifizierte Frauen, die auf ihrer Karriere weiter voranschreiten möchten, eine Führungsposition im Kultur- und Medienbereich anstreben oder sich im Markt noch besser positionieren wollen. Alle Bewerberinnen sollten auf mindestens zehn Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Seit 2017 wurden fünf Durchläufe des jeweils halbjährigen 1:1-Mentorings für nunmehr insgesamt 130 Frauen organisiert.

Erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus den Bereichen Design, Bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur, Tanz, Museum, Bibliothekswesen, Architektur, Kulturverwaltung- und Politik, Kreativwirtschaft, Medien und Film stehen den Mentees pro Mentoring-Runde zur Verfügung.

Sie alle sind Expertinnen und Experten in ihrem jeweiligen Feld und möchten dazu beitragen, dass qualifizierte Frauen aus Kultur und Medien ihren Weg in Führungspositionen finden und ihrer Qualifikation entsprechend erfolgreich ihren Weg gehen – egal ob freischaffend oder angestellt, mit oder ohne Kinder.

Der persönliche Austausch zwischen Mentee und Mentorin oder Mentor steht im Mittelpunkt des Programms. Es geht um Erfahrungstransfer, eins zu eins, analog, leibhaftig und möglichst nicht nur in eine Richtung. Dass diese Idee aufgeht, demonstrieren die Erfahrungsberichte von Mentees und Mentorinnen, die das Programm bereits durchlaufen haben.

Die Ausschreibung für die sechste Runde ist bereits abgeschlossen.

Neben dem 1:1-Mentoring ist der Austausch aller Mentoren und Mentees untereinander Teil des Programms. Deshalb beginnt jede Runde mit einem Netzwerktreffen, denn Mentoring ist Kommunikation: Mentees sollen durch Gespräche mit erfahrenen Berufskolleginnen und -kollegen sowie untereinander die Herausforderungen ihrer je individuellen Berufswege ordnen können, Schwierigkeiten ansprechen, Ziele priorisieren oder auch verwerfen. In diesem Zusammenhang ist der Blick von außen so wichtig, weil er im Berufsalltag selten gegeben, für das Finden des eigenen Weges aber entscheidend ist.

Neben der Betreuung der laufenden Tandems kümmert sich das Projektbüro um Fortbildungen für die Mentees. Diese reichen von Bewerbungscoaching, Medien- und Führungstraining bis hin zu regelmäßigen (Zoom-)Stammtischen mit inhaltlichen Inputs zu gewünschten Themen.

Diese Angebote richten sich nicht nur an die aktuellen Mentees, sondern auch an alle Alumni. Denn langfristig geht es darum, ein nachhaltiges Almuni-Netzwerk von Frauen in Kultur & Medien auszubauen.

Insgesamt es derzeit 130 Tandems aus fünf Durchgängen. Die sechste Runde beginnt mit fast 40 Tandems im Oktober 2022. Zusammengenommen gingen mehr als 1000 Bewerbungen ein, einige der am Programm interessierten Frauen bewarben sich auch mehrmals. Aber nicht nur die Mentees bewarben sich zahlreich.

Netzwerke

Da das Programm mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad hat, suchten auch potentielle Mentorinnen den Kontakt zum Projektbüro, um für diese ehrenamtliche Tätigkeit ihr Interesse zu bekunden – die meisten mit dem Hinweis, dass sie sich ein solches Programm auch für ihren Karriereweg gewünscht hätten.

In der Regel aber werden die Mentorinnen und Mentoren gezielt vom Projektbüro angesprochen, um sowohl alle Kultursparten zu berücksichtigen als auch eine Verteilung im gesamten Bundesgebiet im Programm gewährleisten zu können.