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Deutscher Kulturrat

Ost*West*frau – Wie wir wurden, wer wir sind

1 month ago

»Du bist einfach zu sehr Westen.« Mit diesen Worten trennt sich die Freundin des Autors Florian Werner, kurz nach dem Mauerfall, von ihm. Wie viel Westen oder Osten steckt noch in den Menschen? Das Buch Ost*West*frau spielt mit den Klischees und hinterfragt die Sozialisation der Schreibenden, vielleicht auch der Lesenden. Die Kapitel wurden von aus allen Teilen Deutschlands und auch aus anderen Teilen der Welt stammenden Autorinnen und Autoren verfasst. Im Mittelpunkt steht häufig die eigene Kindheit und die Reflexion auf das heutige Erwachsen- und Muttersein. Es wird über Frauen geschrieben, die kleine Bravheitspillen schlucken, und darüber, dass es im Osten keine Depressionen gab, zumindest nicht offiziell. Mit dem positiven Schwangerschaftstest erfolgt für viele West-Frauen der Abstieg auf der Karriere-Leiter. Was sollen die Leute denken, wenn die Mutter nicht zu Hause mittags für die Kinder kocht? Im Osten heißt die Antibabypille – »Wunschkind Pille«. Es sollen nur Wunschkinder geboren werden, die dann ganz nach sozialistischem Gedankengut schon als Kleinstkinder in Krippen und Kindergärten fremdbetreut werden, damit die Frau einer Arbeit nachgehen kann. Eine nicht arbeitende Mutter wird als asozial bezeichnet. Dass Care-Arbeit auch Arbeit ist und entlohnt werden sollte, befürworten heute meistens im Westen sozialisierte Frauen, sagen im Osten sozialisierte Frauen. – Nicht alle Frauen in Westdeutschland waren Hausfrauen, und nicht alle Frauen in Ostdeutschland waren Mütter, und nicht alle Mütter in Ostdeutschland haben gearbeitet. Im Buch entfalten sich Geschichten außerhalb der kapitalistischen und sozialistischen Systeme, die gehört und gelesen werden sollten.

Caroline Kolloge

Franziska Hauser, Maren Wurster (Hrsg.). Ost*West*frau*. Frankfurt 2025

Dieser Text ist zuerst erschienen in Politik & Kultur 12/25-01/26.

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